
Ethik und Moral? Frag doch einfach!
Klare Antworten aus erster Hand
von Matthias Kaufmann
Was haben Klimademos, politische Wutreden und die Notlüge gemein? Sie alle berühren unser moralisches Verständnis, das letztendlich Grundlage des Zusammenlebens ist. Matthias Kaufmann erläutert, was genau „Ethik“ bedeutet und welche gedanklichen Welten sich dabei auftun. Im Zuge dessen geht er auch der Frage nach, ob Ethik und Moral global gelten oder ob es hier kulturelle Unterschiede gibt.
Die utb-Reihe „Frag doch einfach!“ beantwortet Fragen, die sich nicht nur Studierende stellen. Im Frage-Antwort-Stil geben Expert*innen kundig Auskunft und verraten alles Wissenswerte rund um ein Thema.
Die wichtigsten Fachbegriffe werden zudem prägnant vorgestellt und es wird verraten, welche Websites, YouTube-Videos und Bücher das Wissen aus diesem Band vertiefen können.
Frag doch einfach! Die utb-Reihe geht zahlreichen spannenden Themen im Frage-Antwort-Stil auf den Grund. Ein Must-have für alle, die mehr wissen und verstehen wollen.
Kartoniert, 204 S. / UVK Verlag, 2024 / ISBN: 9783825254445

Freiheit? Frag doch einfach!
Klare Antworten aus erster Hand
von Matthias Kaufmann
Freiheit ist ebenso begehrt wie umkämpft. Matthias Kaufmann skizziert in diesem Buch nicht nur eine Geschichte der Freiheit – von der Antike über die Renaissance bis hin zur Aufklärung –, vielmehr ermittelt er anhand der verschiedenen Verwendungsweisen des Begriffs, auf welche Freiheit es welches Recht gibt und was „frei sein“ konkret bedeutet – im Frage-Antwort-Stil leicht verständlich.
Die utb-Reihe „Frag doch einfach!“ beantwortet Fragen, die sich nicht nur Studierende stellen. Im Frage-Antwort-Stil geben Expert:innen kundig Auskunft und verraten alles Wissenswerte rund um ein Thema.
Kartoniert, 150 S. / UVKVerlag, 2026 / ISBN: 9783825263850

"Gerechter Krieg" und "Niemandsland"
Rechtfertigungsideologien für Kolonisierung und Versklavung durch europäische Mächte c.1500-1800
von Christoph Haar und Matthias Kaufmann
Wie normative Argumentationen ihre moralische Glaubwürdigkeit verlieren
Zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert erlangten westeuropäische Mächte die Herrschaft über weite Teile der Welt. In diesem Zuge erreichten Versklavung und Sklavenhandel bis dahin unbekannte Dimensionen. Wie konnte man diese Formen der Unterdrückung und Ausbeutung für berechtigt halten, wie „begründete“ man Landnahme und Versklavung? Mit dieser Frage beschäftigt sich das vorliegende Buch. Es handelt von Rechtfertigungsversuchen für die nichtrechtfertigbare Kolonisierung und Versklavung, und komplementiert so die gegenwärtigen Studien zu den Prozessen der politischen sowie der mentalen Dekolonisation.
Der in diesem Buch untersuchte Diskurs wurde innerhalb der kolonisierenden Mächte von frühneuzeitlichen Humanisten und Scholastikern, Protestanten und Katholiken getragen und unterlag diversen Verschiebungen. Sie zeigen sich in den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen der Sprache des Naturrechts, der Theologie, der sich entwickelnden Ökonomie und Rechtstexten wie auch regionaler Rechtsstrukturen. Als zwei in unterschiedlichen nationalen Kontexten wiederkehrende Stereotypen erweisen sich die völkerrechtliche Konzeption des „gerechten Kriegs“ und das Bild des angeblich unbesiedelten „Niemandslands“. Während die erste Variante häufig von den iberoromanischen Theologen und Völkerrechtlern der sog. Spanischen Scholastik bemüht wird, greifen britische und auch niederländische Autoren eher auf das Bild des leeren Raumes zurück, da sie die Anwesenden aufgrund eines angeblich niedrigen Zivilisationsgrades nicht als rechtsfähige Subjekte anerkennen.
Außerdem rückte immer wieder das Menschenbild ins Zentrum der Diskussion. Hier verweisen die Verschiebungen auf eine Widersprüchlichkeit: So nahmen europäische Intellektuelle im 16. Jahrhundert nicht durchweg an, dass alle Menschen gleich vor dem Gesetz seien, doch beanspruchten die Argumentationen auch bei nicht-christlichen, nicht-europäischen Menschen Überzeugungskraft, die insofern auch als Gesprächspartner ernst genommen wurden. Dagegen dominiert im 18. Jahrhundert die Annahme der Gleichheit der Menschen als Personen und es entsteht die Idee der Freiheit als unveräußerliches Recht aller Menschen, während man die Inferiorität der Nicht-Christen bzw. Nicht-Europäer, insbesondere der Nicht-Weißen für selbstverständlich hält. Die natürliche Freiheit der Menschen wird weder als Widerspruch zu deren massenhafter Deportation aus dem afrikanischen Kontinent noch zur Infragestellung der europäischen Vorherrschaft thematisiert.
Zur Bewegung des Diskurses gehört eine Wanderung von einer theologisch dominierten Umgebung in die neuzeitlich, wesentlich säkularisierte, „wissenschaftliche“ Diskussion zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Darüber hinaus gab es eine geographisch inspirierte Wanderung der Argumentationsfiguren aus dem katholischen Südwesten in eher protestantisch dominierte nördlichere Teile Europas, zudem von der „alten Welt“ hin zu einer transatlantischen Umgebung.
Kartoniert, 300 S. / Herder Verlag, 2024 / ISBN: 978-3-534-64151-2